Arbeitslosigkeit & Gesundheit

In der Maschinerie der Verwaltung von Langzeitarbeitslosigkeit wird die Prävalenz psychischer Störungen sowohl systemisch, aber auch individuell stark ausgeblendet. Diese Feststellung wollen wir ausdrücklich nicht als Vorwurf an die alltäglich engagierte Arbeit aller Mitarbeiter_innen aus den Jobcentern landauf, landab verstanden wissen.

 

Systemische Zielgruppensegregation in der öffentlichen Verwaltung von Langzeitarbeitslosigkeit, aber auch in der Arbeit gewerblicher und gemein-nütziger Arbeitsmarktdienstleister führen in Bezug auf die Situation langzeitarbeitsloser Frauen und Männer mit gesundheitlichen/psychischen Einschränkungen nach unseren Beobachtungen dennoch zu nahezu kompletter programmatischer und tatsächlicher Inaktivität.

 

Anstelle publikumswirksamer Politikschelte haben wir es – gemeinsam mit vielen Partnern – deshalb  unternommen, ein dem Alltag langzeit-arbeitsloser Frauen und Männer mit gesundheitlichen/psychischen Ein-schränkungen angemessenes Konzept zu arbeitsmarktlichen Reintegration zu entwickeln.

 

Die Tatsache, dass dieses Konzept seit mehreren Monaten in der Planungs-phase verharrt, ist verschiedenen bürokratischen Hemmnissen geschuldet.

 

Insbesondere verharrt die Projektumsetzung bislang in den Startlöchern, weil es die Vereinbarungspartner der Landesrahmenvereinbarung des 2016 zur Umsetzung anstehenden Gesetzes zur Stärkung der Gesund-heitsförderung und der Prävention (Präventionsgesetz – PrävG bislang nicht vermochten, Einigkeit über den notwendigen Stellenwert und die finanzielle Ausgestaltung einer unabweisbaren Gesundheitsförderung langzeitarbeitsloser Frauen und Männer  in Mecklenburg-Vorpommern herzustellen.

 

WIR BLEIBEN DRAN.

 

Anbei findet Ihr deshalb hier:

  • das ALV-Kooperations-projekt zur Reintegration gesundheitlich besonders vulnerabler beschäf-tigungsloser Menschen in Westmecklenburg – SALUTA

 

  • einen Forschungsbericht des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung  zur Lage der Menschen mit psychischen Störungen im der Zuständigkeit der Jobcenter (IAB 12/2013 – Menschen mit psychischen Störungen im SGB II)

 


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SALUTA_Konzeptentwurf.pdf
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IAB Menschen mit psych. Störungen im SGB
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