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ARBEITSLOSENVERBAND 

MECKLENBURG-VORPOMMERN e.V.


 

AKTUELLES ZUR CORONA-PANDEMIE!!

Die aktuelle Pandemie lässt es angeraten erscheinen, die Beratungstätigkeit, was den Besucherverkehr anbelangt, stark einzuschränken. Daher folgen wir den Anregungen der Bundesregierung und bieten ab sofort unsere allgemeinen sozialen sowie Schuldnerberatungen nur noch telefonisch bzw. per e-mail an. Sollte eine persönliche Beratung unumgänglich sein, bitten wir Sie vorab um eine telefonische Terminvereinbarung; die entsprechenden hygienischen  Maßnahmen werden natürlich gewährleistet.

Dies gilt soweit, bis anderweitige Regelungen der Bundesregierung wirksam werden!

 

Die Telefonnummern und Sprechzeiten für die jeweiligen Standorte unserer Vereine ersehen Sie unter dem Button "Mitgliedsvereine & Regionalgruppen".


Herzlichen Dank an alle!

 

Liebe Mitglieder, liebe Beschäftigte,

 

auch nach einer Woche gesellschaftlicher und sozialer Einschränkungen heißt es weiter durchhalten, Geduld und Nerven bewahren – und vor allem gesund bleiben.

 

Der ALV Mecklenburg-Vorpommern e.V. hat seine Angebote in den Einrichtungen geschlossen. Die Beratungsstellen arbeiten, was den Besucherverkehr anbelangt, stark eingeschränkt und werden überwiegend nur noch per Telefon und e-mail durchgeführt. Einige Strukturen vor Ort mussten für ihre Mitarbeiter/innen sogar Kurzarbeit anmelden.

 

In diesen schwierigen Zeiten möchten wir, der Vorstand und die Geschäftsführung des ALV, uns herzlich bei allen Mitgliedern und Beschäftigten bedanken, die vor Ort „die Stellung halten“ und sich weiterhin engagiert um unser Klientel bemühen, das von dieser großen Krise oft überfordert ist. Vielen Dank für Euer Verständnis, Eure Geduld und Euer Bemühen, doch noch das eine oder andere Angebot, das so wichtig für die sozial Benachteiligten ist, aufrecht zu erhalten!

 

Die offenen und berechtigten Fragen, welche Zuschüsse des Landes und des Bundes es für gemeinnützige soziale Vereine gibt, um verlorene Einnahmen als Folge der Corona-Krise auszugleichen und laufende Betriebskosten zu decken, werden derzeit vom Vorsitzenden des ALV M-V bei den Ministerien angefragt.

 


Pressemitteilungen zur aktuellen Situation

 

PRESSEMITTEILUNG des ALV M-V vom 20. März 2020

 

Hilfsfonds auch für soziale Projekte notwendig

Im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Corona-Virus auf die soziale Arbeit der Vereine und aktuelle Informationen der Bundesagentur für Arbeit erklärt Jörg Böhm, der Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes Mecklenburg-Vorpommern:

„Der Arbeitslosenverband Mecklenburg-Vorpommern e.V. sichert mit seinen Strukturen nunmehr seit fast 30 Jahren soziale Hilfe- und Beschäftigungsprojekte, um langzeitarbeitslosen Frauen, Männern mit ihren Familien sowie Haushalten mit niedrigen Einkommen in Mecklenburg-Vorpommern Unterstützung bei der Bewältigung ihres Alltags und bei der Überwindung ihrer Arbeitslosigkeit zu geben. Wie in vielen anderen Vereinen ist diese Hilfeleistung nur durch das Engagement seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, seiner Mitglieder und anderen ehrenamtlich Tätigen, zahlreichen Spenden und die Unterstützung vieler Kommunen sowie des Landes und des Bundes möglich. Müssen Sozialkaufhäuser und andere Einrichtungen bzw. Projekte mehrere Wochen schließen und werden keine Maßnahmeteilnehmer/innen mehr zugewiesen, dann entstehen Einnahmeverluste, die nicht lange kompensiert werden können und am Ende sind die Hilfeprojekte in ihrer Existenz bedroht. Kredite sind für kleine Vereine keine Lösung. Hier helfen nur Fixkostenzuschüsse, die die Vereine nicht noch zusätzlich belasten.“

 

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ALV MV 14 - PM Hilfsfond-20.03.2020.pdf
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PRESSEMITTEILUNG des ALV M-V vom 31. März 2020 

Arbeitslosengeldbezug sofort verlängern, Kurzarbeitergeld anheben, soziale Vereine und Beschäftigungsträger unterstützen

Im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Corona-Krise auf die Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld und Kurzarbeitergeld sowie auf die Träger von sozialen und Beschäftigungsprojekten erklärt Jörg Böhm, der Vorsitzende des Arbeitslosenverbandes Mecklenburg-Vorpommern:

„Bei allen Bemühungen des Bundes und des Landes wird es durch die Corona-Krise zu einem Wegfall von Arbeitsplätzen und zu einem deutlichen Anstieg der Zahl arbeitsloser Frauen und Männern kommen. Selbst bei einem baldigen Wiederanspringen der Wirtschaft werden wir bundesweit, aber auch in M-V, so schnell nicht mehr auf das Beschäftigungsniveau vor der Krise kommen. Neben denen, die sofort in die Grundsicherung fallen, trifft es kurz- und mittelfristig auch die Arbeitslosengeldbezieher hart. Bei einigen, die auf die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt gehofft hatten, endet die Bezugsdauer in diesen Tagen und Wochen. Andere werden jetzt unverschuldet durch die Krise arbeitslos und stürzen nach 12 Monaten auf Hartz-IV-Niveau ab. Dies wiederum würde zusätzliche millionenfache Armut bundesweit bedeuten – wenn nicht sofort, dann im Alter.

Die Landes- und die Bundesregierung sowie der Bundestag als gesetzgebende Organe dieser Republik sind gefordert, die sofortige Verlängerung des Bezugs des Arbeitslosengeldes zu prüfen und umzusetzen, um einen weiteren Absturz, eine weitere Verarmung des Landes zu verhindern.

Gleiches gilt für das Kurzarbeitergeld. Dieses muss ebenfalls deutlich angehoben werden, um insbesondere Familien zu schützen.

Und schließlich fallen den Trägern von sozialen Hilfeprojekten, wie Kleiderkammern, Möbelbörsen und Suppenküchen, die Einnahmen weg, da die Einrichtungen entweder komplett geschlossen haben oder krisenbedingt im Moment kaum Einnahmen haben. Die Fixkosten für nicht geförderte Beschäftigte, für Strom, Miete und Fahrzeuge fallen aber trotzdem an. Ähnlich geht es den Beschäftigungsgesellschaften, die vielfach auch ohne Corona-Krise seit Jahren am Limit arbeiten und auf die Trägerpauschalen der Jobcenter angewiesen sind, die aufgrund wegfallender Maßnahmen nicht mehr fließen.

Neben der Sicherung von Arbeitsplätzen geht es jetzt auch darum, eine weitere Verarmung der Bevölkerung zu verhindern.       

 

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ALV MV 14 - PM ALG-Bezugsdauer-31.03.20.
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